Customer Story

Schnellere, schlankere & bessere Ergebnisse:
Wie Simulation den Entwicklungsprozess
bei WeBuyCars veränderte

Kunde
We Buy Cars (Pty) Ltd
Standort
Südafrika
Datum
Oktober 2026

Die Entwicklung eines automatisierten Fahrzeug-Inspektionssystems stellte WeBuyCars vor Herausforderungen. Machine Vision war entscheidend, doch der Bau und die Optimierung von Prototypen kosteten viel Zeit. Virtuelle Tests machten den Unterschied: Basler Vision Simulation beschleunigte die Entwicklung, reduzierte den Aufwand und senkte vor allem die Risiken. So gelang der Weg vom Prototyp zur Markteinführung. Mit der Möglichkeit, synthetische Bilder in der Simulation zu erzeugen, lässt sich außerdem das Konfidenzniveau des KI-Modells erhöhen.

Simulationsansicht des automatisierten Fahrzeug-Inspektionssystems von WeBuyCars
Simulationsansicht des automatisierten Fahrzeug-Inspektionssystems von WeBuyCars

Machine Vision ermöglicht automatisierte Fahrzeuginspektionen und Unternehmenswachstum

WeBuyCars kauft und verkauft Gebrauchtwagen an 18 Standorten und in mehr als 100 Pods in ganz Südafrika. Der Kaufprozess ist einfach und so gestaltet, dass er eine besonders schnelle Abwicklung ermöglicht. Um ihn noch einheitlicher und effizienter zu machen, entwickelte das Unternehmen eine automatisierte Lösung zur Fahrzeugbewertung.

Ungefähr eine Stunde von der Inspektion bis zum Kauf

Die Fahrzeugbewertung bei WeBuyCars umfasst eine zügige, 15- bis 30-minütige physische und technische Inspektion. Ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin prüft den Innen- und Außenbereich des Fahrzeugs, den Motorraum sowie die Diagnosecodes gründlich. Anschließend folgt eine kurze Probefahrt. Zum Schluss überprüft WeBuyCars die Fahrzeugdokumente und die Servicehistorie, bevor ein sofort gültiges, verbindliches Kaufangebot erstellt wird. „Wir sehen uns als Technologieunternehmen, das Autos kauft und verkauft. Technologie kann Prozesse schneller, einheitlicher und skalierbar machen“, sagt Tiaan Liebenberg von WeBuyCars und fasst damit den Geschäftsansatz des Unternehmens zusammen.

An einem der Ankaufs-Pods von WeBuyCars
An einem der Ankaufs-Pods des Unternehmens: Der Verkauf eines Fahrzeugs an WeBuyCars dauert üblicherweise etwa eine Stunde – von der persönlichen Inspektion bis zum Abschluss der Zahlung.

Einheitlichkeit als entscheidender Faktor

Fahrzeugbewertungen müssen in besonderem Maß einheitlich ausfallen. Werden unabhängig davon, wer die Bewertung durchführt, dieselben Kriterien zuverlässig angewendet, sorgt das für faire Preise und stärkt das Vertrauen der Kund:innen. Einheitliche Bewertungen unterstützen WeBuyCars außerdem dabei, verlässliche Geschäftsentscheidungen zu treffen, denn sie bestimmen, welche Fahrzeuge zu welchem Preis gekauft werden. Uneinheitliche Ergebnisse können sich daher direkt auf die Rentabilität auswirken.

Automatisierte Fahrzeuginspektion
als Wachstumsstrategie

Um den Fahrzeugankauf schneller, zuverlässiger und einheitlicher zu gestalten, entschied sich WeBuyCars, die manuelle Außeninspektion durch ein vollständig automatisiertes, auf Machine Vision basierendes Scansystem zu ersetzen. Die Lösung ermöglicht standardisierte Fahrzeugbewertungen und vereinfacht zugleich den gesamten Bewertungsprozess. Das Scansystem besteht aus einem Torbogen mit mehreren Basler ace 2 Pro Kameras. Fährt ein Fahrzeug durch den Torbogen, nimmt das System es automatisch aus festgelegten Blickwinkeln und unter einheitlichen Bedingungen auf.

Die Automatisierung entlastet auch die Mitarbeitenden. Statt viel Zeit für die Bewertung des Fahrzeugäußeren und das Aufnehmen von Bildern aufzuwenden, können sie sich auf die technische Prüfung konzentrieren, bei der menschliche Fachkenntnis weiterhin wichtig ist.

Das System wird uns dabei helfen, schnelle und zuverlässige Fahrzeug-Bewertungen sicherzustellen.
Tiaan Liebenberg
Tiaan Liebenberg
WeBuyCars

Eigenentwicklung für mehr Kontrolle

Obwohl bereits fertige Lösungen auf dem Markt verfügbar sind, hat sich WeBuyCars entschieden, das Inspektionssystem selbst zu entwickeln. Das Projekt ist für das Unternehmen von strategischer Bedeutung: Durch die Eigenentwicklung behält das Team die Kontrolle über die Funktionsweise und mögliche Weiterentwicklung. Außerdem kann es eigene Software mit erstklassiger Hardware kombinieren und so eine Lösung schaffen, die genau auf die Anforderungen des Unternehmens zugeschnitten ist. Liebenberg erklärt: „Wir möchten die volle Kontrolle behalten. Indem wir die Bildverarbeitungslösung selbst entwickeln, können wir den Prozess gestalten und jederzeit Anpassungen vornehmen, wenn sich unsere Anforderungen ändern."

Kürzere Entwicklungszeit: Mit virtueller Bildverarbeitung von Monaten zu Tagen

Herkömmliche Entwicklungsprozesse in der industriellen Bildverarbeitung umfassen viele iterative Schritte: die Auswahl der passenden Kamera, deren Evaluierung und gegebenenfalls die Wiederholung des gesamten Ablaufs, wenn die Ergebnisse nicht den Anforderungen entsprechen. Dieser Prozess kann leicht mehrere Wochen dauern. Liebenberg steckte in diesem aufwendigen Ablauf fest – bis er auf Basler Vision Simulation stieß.

Der erste 1:1-Prototyp wurde manuell aufgebaut

Anfang 2025 begann WeBuyCars mit dem Bau des ersten Prototyps. Liebenberg experimentierte zunächst mit einer Standard-Überwachungskamera, erkannte jedoch schnell, dass für diese Anwendung eine Machine Vision Kamera erforderlich war. Bei der Recherche nach möglichen Lösungen stieß das Team über den südafrikanischen Basler Vertriebspartner TANDM Technologies auf Basler. TANDM Technologies unterstützte das Team dabei, die Auswahl von Kamera und Objektiv für das System weiter abzustimmen.

Die Funktionalität und einfache Bedienung der Basler Produkte überzeugten das Team. Der erste physische Prototyp wurde fertiggestellt und das Entwicklungsteam konnte sein Konzept in der Praxis testen. „Allerdings erforderte jede Änderung am Vision Setup neue Vision Hardware. Wir mussten auf die Lieferung warten, die Komponenten integrieren und eine weitere Testrunde durchführen“, erinnert sich Liebenberg. „Der gesamte Entwicklungsprozess war wirklich langsam.“

Erst wenn man tatsächlich ein Bild aufgenommen hat, weiß man wirklich, ob das Konzept funktioniert.
Tiaan Liebenberg
Tiaan Liebenberg
WeBuyCars

Basler Vision Simulation hat den Entwicklungsprozess erheblich beschleunigt

Basler Vision Simulation veränderte die Herangehensweise von WeBuyCars an die Weiterentwicklung grundlegend. Das Team konnte Kameras virtuell an verschiedenen Positionen und aus unterschiedlichen Winkeln testen und die Leistung der Bildverarbeitungskonfigurationen bewerten, ohne jede Konfiguration physisch aufbauen zu müssen. Statt auf die Lieferung von Kameras zu warten und Bilder aufzunehmen, konnte das Team verschiedene Konzepte effizient untersuchen. Bei einer Anwendung mit vielen Kameras war das besonders wertvoll.

Ansicht der Simulationssoftware
Ansicht der Simulationssoftware: Mit Basler Vision Simulation können Sie die Positionen der Kameras und die Aufnahmewinkel mit nur wenigen Mausklicks präzise einstellen.

Bemerkenswert ist, dass dem Team von WeBuyCars keine Vision Experten angehören. Trotzdem konfigurerte es das Vision Setup in kurzer Zeit so, dass die benötigten Bilder aufgenommen werden konnten. Die Fahrzeugunterseite, ein wichtiger Inspektionsbereich, ist dafür ein gutes Beispiel: Das Team fügte 600 Bilder zu einer Gesamtansicht der Unterseite zusammen. So erhielt es die umfassenden visuellen Informationen, die für den Bewertungsprozess benötigt werden.

Auch die Entwicklungszeit verkürzte sich durch die Vision Simulation erheblich. Was zuvor Monate gedauert hätte, konnte in wenigen Tagen erledigt werden. Durch die Simulation des Vision Setups konnte das Team die Machbarkeit nachweisen und das System mit der nötigen Sicherheit für eine landesweite Einführung vorbereiten.

Die Basler Produkte und die Vision Simulation haben es uns ermöglicht, die Aufgabe selbst zu lösen.
Tiaan Liebenberg
Tiaan Liebenberg
WeBuyCars

600 gestitchte Bilder ergeben eine vollständige Ansicht des Unterbodens eines Fahrzeugs:


Ansicht des Unterbodens eines Autos


Ansicht des Unterbodens eines Autos

Geringe Abweichung zwischen Simulation und Realität schafft Vertrauen

Genauso wie Fahrzeugbewertungen konsistent sein müssen, sind Konsistenz und Zuverlässigkeit auch in Simulationsprozessen von entscheidender Bedeutung. Liebenberg lobt die Ergebnisse: „Wir sind wirklich zufrieden: Die Simulation sagt die reale Leistung des Prototyps präzise voraus. Die Produkte von Basler und die Vision Simulation unterstützen uns dabei wirklich.“ Die geringe Diskrepanz zwischen Simulation und Realität – der sogenannte „low sim-to-real gap“ – der Basler Vision-Simulation gab WeBuyCars das nötige Vertrauen, keine Fehler zu machen. So konnte das Team von der Experimentierphase zu einem konkreten Einsatzplan übergehen.

Synthetische Bilder können das Konfidenzniveau von KI-Modellen steigern

Mithilfe der aus der Simulation gewonnenen synthetischen Daten lassen sich unterschiedliche Fehlerbilder gezielt variieren und ergänzende Trainingsdaten generieren. Diese können dazu beitragen, das Konfidenzniveau des KI-Modells zu erhöhen.

Erstellung von Trainingsdaten für eine Vielzahl von Defekten

Die Automatisierung der Sichtprüfung bringt auch Herausforderungen mit sich: Das KI-Modell muss eine große Vielfalt an Schäden in unterschiedlichen Ausprägungen erkennen. Während einige Defekte anhand von realen Bildern leicht aufzunehmen sind, sind andere schwerer zu erfassen oder unter verschiedenen Bedingungen zu reproduzieren. Dadurch kann es schwierig sein, genügend repräsentative Trainingsdaten zu sammeln.

Ein gutes Beispiel hierfür sind versteckte, reparierte Karosserieschäden. Unterschiede in der Lackierung reparierter Karosserieteile können äußerst subtil sein und sind möglicherweise nur für erfahrene Mitarbeiter erkennbar. Zudem können sich solche Fehler je nach Beleuchtung und Aufnahmesituation unterschiedlich darstellen.

Simulierte Fahrzeugschäden als Trainingsdaten für KI-Modelle: Lackabplatzer, Dellen und Kratzer
Simulierte Fahrzeugschäden als Trainingsdaten für KI-Modelle: Lackabplatzer, Dellen und Kratzer

Mit Basler Vision Simulation generierte synthetische Bilder erweitern die verfügbaren Trainingsdaten um zusätzliche Schadenbilder und Variationen. Teams können virtuell eine Vielzahl von Defektszenarien erstellen und Bilder unter unterschiedlichen Lichtbedingungen generieren. So lässt sich das Spektrum der Trainingsdaten gezielt erweitern, damit KI-Modelle unterschiedliche Defekte und ihre Ausprägungen besser erlernen können.

Potenzial für neue Geschäftsfelder

Da WeBuyCars das Inspektionssystem selbst entwickelt hat, kann das Unternehmen die automatisierte Fahrzeuginspektion über den heutigen Einsatzbereich hinaus erweitern und für neue Geschäftsfelder nutzen. Denkbar sind beispielsweise die automatisierte Prüfung von Mietwagenrückläufern oder Fahrzeugbewertungen im Auftrag von Versicherungsgesellschaften.

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Über WeBuyCars

WeBuyCars ist der größte gewerbliche An- und Verkäufer von Gebrauchtfahrzeugen in Südafrika. Das Unternehmen bietet Verbraucher:innen eine schnelle, sichere und bequeme Möglichkeit, ihr Auto zu verkaufen. Dazu gehören eine sofortige Online-Bewertung, eine zügige Inspektion vor Ort sowie die Abwicklung aller Formalitäten mit sofortiger Auszahlung des Ankaufpreises.

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