Bilddaten effizient verarbeiten

Durch schlanke Bildverarbeitung Kosten deutlich senken

Moderne Vision Anwendungen erzeugen enorme Datenmengen. Unser Data Reduction System nutzt Bildvorverarbeitung, um die Datenlast drastisch zu reduzieren – für weniger Rechenhardware, geringere Betriebskosten und mehr Effizienz.

Basler Data Reduction setzt auf Bildvorverarbeitung. Dadurch lässt sich der Bedarf an Rechenhardware reduzieren und Kosten senken.

4 Gründe für das Basler Data Reduction System

  • Bis zu 80 % günstiger

    FPGA-Bildvorverarbeitung senkt Speicherbedarf und Rechenkosten massiv
  • Flexibel

    Passende CoaXPress-Kamera wählen und mit einem programmierbaren Framegrabber kombinieren
  • Skalierbar & zukunftssicher

    Für CXP-Systeme von 1 bis 99 Kameras, erweiterbar auf CoaXPress-over-Fiber
  • Schlank

    Reduzieren Sie den Wartungsaufwand – mit einem einfachen Systemsetup und weniger kritischen Teilen

Vision Systeme mit hoher Detailgenauigkeit und schneller Taktung:

Extreme Anforderungen an Rechenarchitekturen

CoaXPress als etablierter Vision Standard bildet die Grundlage für leistungsfähige Bildverarbeitungssysteme: Über CoaXPress-Framegrabber werden Kameras mit der Rechenarchitektur verbunden.

Hohe Rechenanforderungen von Vision Systemen mit hoher Detailgenauigkeit und schneller Taktung
Der Speicherbedarf wurde an einem Beispielsystem mit 1 Kopfkamera (boost boA5120-230, 21 MP) und 8 Seitenkameras (ace 2 V a2A2448-210cm, 5 MP) berechnet. Bei der Bandbreite wird der maximale Durchsatz der jeweiligen Schnittstelle verglichen.

Alle fünf Minuten 4 Terabyte Bilddaten bei 108 Gbps

Die anfallende Menge an Bilddaten bei solchen Vision Systemen ist enorm. Um sie zu verarbeiten, sind viele Rechenarchitekturen so ausgelegt, dass sie die Bilder auf mehrere Recheneinheiten – meist Industrie-PCs – verteilen. Der erste Bildframe wird an die erste Einheit gesendet, wenige Mikrosekunden später folgt das nächste Bild zur zweiten, und so weiter. Diese Datenverteilmethode generiert innerhalb von nur 5 Minuten problemlos bis zu 4 Terabyte an Bilddaten!

Data Reduction System

Bilddaten bereinigen und Bilddaten reduzieren macht Ihr System effizienter

Was ist der Status quo im Umgang mit der stetig wachsenden Bilddatenflut? In der Praxis kommen häufig Rechenarchitekturen zum Einsatz, die auf Datenverteilung basieren: Bildframe 1 wird an Recheneinheit 1 weitergeleitet, Bildframe 2 an Recheneinheit 2 und so fort. Die Daten werden dabei so aufgeteilt und verteilt, bis die Datenrate für die nachgelagerten Recheneinheiten ein verarbeitbares Niveau erreicht.

Schematische Darstellung herkömmlicher Rechenarchitekturen

Herkömmliche Rechenarchitektur

Framegrabber haben ausschließlich die Funktion, die Bilddaten zu verteilen. Dadurch müssen Recheneinheiten mit mehreren leistungsstarken GPUs und CPUs ausgestattet sein.

  • Die Eingangsbandbreite der Bilddaten bleibt ungedrosselt.

  • Es entstehen hohe Kosten durch mehrere teure GPUs und CPUs.

Data Reduction Rechenarchitektur

Der programmierte FPGA des Framegrabbers wird zum Katalysator für das Vision System: Er führt zunächst eine Bereinigung der Bilddaten aus, zum Beispiel eine Shading-Korrektur. Darauf folgt eine Reduzierung durch eine Segmentierung, beispielsweise eine Blob-Analyse.

  • Die Eingangsbandbreite von 100 Gbps kann auf 2 Gbps gesenkt werden.

  • Ein Data Reduction System reduziert den Bedarf an GPU- und CPU-Leistung deutlich.

Systeme werden bis zu 80 % günstiger

Kosten herkömmlicher und Data Reduction Rechenarchitekturen im Vergleich
Kostenvergleich von Machine Vision Systemen: FPGA-basierte Bildvorverarbeitung ist sowohl bei den Investitions- als auch bei den Gesamtbetriebskosten günstiger.
  • Bereits bei den einmaligen Investitionskosten ist das Data Reduction Vision System dem herkömmlichen Ansatz überlegen und bis zu 28 % günstiger.

  • In jedem Jahr, in dem die Maschine in Betrieb ist, fallen 80 % weniger Betriebskosten an.

  • Damit betragen die Einsparungen über den typischen Lebenszyklus von etwa zehn Jahren ebenfalls rund 80 %.

In den Vergleich flossen die Anschaffungskosten für Kameras, Framegrabber, Host-Systeme und GPUs sowie die laufenden Betriebskosten für Cloud-Speicher und Energie ein.

Ein System, alle Möglichkeiten

Die Auswahl an CXP-12-Kameramodelle ist ebenso flexibel wie deren Kombination im System. Gleichzeitig sind die Recheninfrastruktur als auch der eingesetzte Algorithmus frei wählbar. Systembestandteile lassen sich kombinieren und jederzeit erweitern.

Multi-Kamerasystem mit CXP-12-Kameras

CoaXPress-Kameras und Objektive

CoaXPress-Kameras kommen dann zum Einsatz, wenn Ihr Vision System besonders detailreiche Bilder liefern muss und die Bildfrequenz gleichzeitig hoch ist. Wie dieses Beispiel zeigt, wird die Inspektionsaufgabe häufig von Multikamera-Systemen erledigt.

Die FPGAs von drei Framegrabbern übernehmen die Bildvorverarbeitung und sorgen für eine effiziente Rechenarchitektur

Framegrabber mit FPGA-Bildvorverarbeitung

Das Herzstück jedes Data Reduction Systems bildet ein CoaXPress-Framegrabber in Kombination mit der Software VisualApplets. Gemeinsam übernehmen sie die Vorverarbeitung des Bilddatenstroms – noch bevor die Daten den Industrie-PC erreichen.

Wie entstehen die Effizienzgewinne?

Beispiel Elektrodenbeschichtung: Nur etwa 2 % der Bildfläche sind relevant, erfordern eine genauere Analyse und müssen weiterverarbeitet werden.

Mit einer Blob-Analyse relevante Bildbereiche identifizieren und Ihr System von überflüssigen Daten befreien

Mit der FPGA-Programmierumgebung VisualApplets lassen sich zahlreiche Bildvorverarbeitungs-Aufgaben effizient umsetzen – unter anderem die Blob-Analyse. Dabei werden zusammenhängende Pixelbereiche als eigenständige Objekte vom Hintergrund getrennt (Segmentierung) und mit Merkmalen wie Flächengröße, Konturlänge und Bounding-Box-Koordinaten beschrieben (Klassifizierung).

Wird die Blob-Analyse bereits in der Vorverarbeitung durchgeführt, findet die Segmentierung statt, noch bevor die Bilddaten erstmals gespeichert werden. Dadurch werden nur die relevanten Regions of Interest (ROI) weiterverarbeitet, was die zu übertragende und zu speichernde Datenmenge deutlich reduziert.

JPEG-Komprimierung zur Reduktion der Bilddatenmenge bei gleichbleibender Bildqualität
Beispiel medizinische Infusionsbeutel: Trotz starker JPEG-Komprimierung sinkt die Bildqualität nur minimal. Die passende Qualität lässt sich je nach Anforderungen wählen, sodass wichtige Details wie die Beschriftung lesbar bleiben.

Weniger Daten durch Bildkomprimierung

Durch JPEG-Komprimierung kann die Datenmenge pro Bild erheblich reduziert werden. Bereits bei einer moderaten Reduzierung der JPEG-Qualität von 100 % auf 75 % lässt sich die Datenmenge um bis zu 86 % verringern – bei gleichzeitig sehr guter Bildqualität. In vielen Anwendungen ist sogar eine stärkere Komprimierung möglich, wodurch sich das Einsparpotenzial weiter erhöht.

Die geringere Datenmenge reduziert Speicher-, Übertragungs- und Rechenkosten deutlich. Zwar entstehen zusätzliche Investitionskosten durch programmierbare Framegrabber, diese amortisieren sich jedoch schnell: Bereits nach rund 14 Tagen Dauerbetrieb bei 60 fps gleichen die eingesparten Speicherkosten die Investition aus.

Über eine typische Laufzeit von zwei Jahren ergibt sich trotz der anfänglichen Zusatzkosten eine Gesamtkostenersparnis von rund 85 %. Ab diesem Zeitpunkt arbeitet das System kontinuierlich kosteneffizienter und bietet zusätzlich Spielraum für höhere Bandbreiten und zukünftige Erweiterungen.

Mehr über JPEG-Komprimierung erfahren
Es lohnt sich: Wenn wir die Bildverarbeitungsstrecke vom Sensor über den Kamera-FPGA bis hin zur Rechenarchitektur anschauen, zeigen sich häufig Effizienz-Potenziale.
Kevin Höfle
Kevin Höfle
Application Engineer
Unsere ganzheitliche Betrachtung der Systeme überzeugt Kunden immer wieder aufs Neue.
Sangrae Kim
Sangrae Kim
Head of Application Engineering

Data Reduction reduziert die benötigte Rechenhardware deutlich. Das Ergebnis:

Leistungsfähige Vision Systeme bei maximaler Kosteneffizienz.

Für welche Anwendungen lohnt sich Data Reduction besonders?

Wenn Produktionslinien immer schneller werden und gleichzeitig höchste Qualitätsanforderungen erfüllt werden müssen, stoßen herkömmliche Bildverarbeitungssysteme schnell an ihre Grenzen. Data Reduction Systeme sind ideal für Anwendungen mit hohen Geschwindigkeiten bei gleichzeitig maximaler Inspektionsgenauigkeit.

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3D-AOI von Leiterplatten

Inspektion von Silizium-Wafern

Wafer- & Mikrochip-Inspektion

Inspektion von Flachbildschirmen

Display-Inspektion

Leistungen

So erhalten Sie ein Data Reduction Vision System für Ihre Applikation

Für Ihre Bildverarbeitung bieten wir die optimale Kombination aus CoaXPress-Flächen- und Zeilenkameras, präziser Optik, leistungsstarken Framegrabbern und Software.

Bildverarbeitungslösung mit FPGA-beschleunigtem Rechnen

Wir erstellen Ihr Data Reduction Vision System in kurzer Zeit

Unsere Projektteams implementieren Algorithmen für die Bildvorverarbeitung wie Schärfungen, Blob-Analysen, JPEG-Komprimierung oder Ihre spezifische Lösung auf dem FPGA des Framegrabbers – schnell und effizient.

Sie möchten sicherstellen, dass unsere Lösung Ihre Anforderungen erfüllt? Im Rahmen eines Proof-of-Concept testen wir gemeinsam Ihre Anwendung auf Machbarkeit. Wir simulieren Ihr Szenario und ermitteln das optimale Hardware-Setup für Ihr Vorhaben.

Erhalten Sie innerhalb von 5 Arbeitstagen eine fundierte Entscheidungsgrundlage – noch bevor Sie investieren.

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Sangrae Kim

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