Maximale Leistung auf kleinstem Raum
Eine kompakte Industriekamera im Sugarcube-Format ist die ideale Lösung, wenn eine platzsparende Integration und geringes Gewicht bei hoher Bildqualität und großen Datenraten gefragt sind. Dank ihrer kleinen Bauform lässt sie sich problemlos in Maschinen, Robotersysteme und automatisierte Anlagen einbinden. Die robusten Industriegehäuse sind für den dauerhaften Einsatz in Produktionsumgebungen ausgelegt.
Letzte Aktualisierung: 05.05.2023
Lesedauer: ca. 4 Minuten


Der Zuckerwürfel der industriellen Bildverarbeitung
Gemeint sind kleine Kameras, deren Format von 29 mm x 29 mm sich zu einem De-facto-Standard entwickelt hat. Dieses so genannte „Sugarcube“-Design umfasst Industriekameras in einer Vielzahl von klassischen Anwendungen in unterschiedlichen Märkten wie Robotik und Logistik, Medizin, Verkehr und Transport oder Retail, sowie in der Qualitätsprüfung und automatischen optischen Inspektion im Bereich der Fabrikautomation.
Kleine Formate in großer Vielfalt
Zahlreiche unserer Kameras weisen die kleine 29 mm x 29 mm Bauform auf, darunter Kameras der Kameraserien ace 2, ace, MED ace und dart. Je nach Systemanforderung sind unsere Sugarcube-Industriekameras mit unterschiedlichen Schnittstellen erhältlich. GigE Vision eignet sich besonders für Maschinen und Produktionsanlagen, in denen große Kabellängen und eine zuverlässige Datenübertragung gefragt sind. USB3 Vision bietet hohe Datenraten, Plug-and-Play-Funktionalität und ermöglicht eine schnelle sowie kosteneffiziente Integration in bestehende Systeme. CoaXPress ist die Schnittstelle für sehr hohe Bandbreiten – ideal für High-End-Anwendungen mit hohen Auflösungen und Bildraten. Ausgewählte Modelle unterstützen zudem GMSL2 und BCON for MIPI (MIPI CSI-2). Diese Schnittstellen ermöglichen die Anbindung an Embedded Systeme und ARM-Plattformen.
Für maximale Flexibilität unterstützen unsere Kameras verschiedene Objektivanschlüsse. Je nach Einsatzgebiet stehen Ausführungen mit C-Mount, CS-Mount und S-Mount (M12) zur Verfügung.
Darauf sollten Sie achten
Bei Neu- und/oder Redesigns eines Bildverarbeitungssystems: Planen Sie, wenn möglich, von vornherein auf Basis der kleinen Baugrößen, um spätere räumliche Einschränkungen zu vermeiden.
Bleiben Sie bei Redesigns möglichst bei der kleinen Baugröße. Später auf größere Formate umzurüsten, bringt erheblichen mechanischen Aufwand mit sich.

Kleine Sensoren = kleine Kameras
Die Baugröße einer Kamera richtet sich unter anderem nach der Größe des eingebauten Sensors. Moderne Sensortechnologien wie CMOS-Sensoren bieten hohe Auflösungen, ausgezeichnete Lichtempfindlichkeit, HDR-Funktionen und geringe Rauschwerte selbst in kleinen Sensorformaten. Kleine, extrem leistungsfähige Sensoren mit kleinen Pixelgrößen setzen sich immer stärker im Markt durch. In Kombination mit passenden Objektiven entstehen kompakte Kamerasysteme. Größere Sensoren, oft CCD-Sensoren, passen nicht in dieses kleine Standardformat.
Die Kundenvorteile der kompakten Baugrößen auf einen Blick
Ein kleiner Kamera-Footprint in Anlagen reduziert Gewicht und erhöht damit die Geschwindigkeit einer Anwendung. Roboterarme zum Beispiel lassen sich schneller und flexibler bewegen, je leichter sie sind.
Mit kleineren Kameraformaten gewinnen Sie mehr Bauraum. Dieser lässt sich beispielsweise für Multikamera-Systeme oder die generelle Verkleinerung des Systems nutzen und erleichtert bei Bedarf den manuellen Zugriff auf die Kameras.
In kleinformatigen Kameras wirken die Kostenvorteile kleiner Sensoren unmittelbar. Sensoren mit großen Sensoroberflächen sind aufgrund ihres höheren Silizium-Anteils deutlich teurer als kleine Sensoren.
Nennenswerte technologische Fortschritte in der industriellen Bildverarbeitung finden hauptsächlich in den kleinen, kompakten Sensorformaten und hier vor allem in den modernen CMOS-Sensoren statt.
Größere, oft CCD-basierte Kameraanwendungen werden weiterhin ihre Aufgaben in speziellen, hochkomplexen Einsatzbereichen erfüllen. Kleinformatige Sensoren und Kameras bilden jedoch den bei weitem überwiegenden Anteil an Anwendungen der industriellen Bildverarbeitung.




