Automatische Optische Inspektion (AOI)

Optische Messsysteme prüfen Objekte und erkennen Merkmale unterschiedlichster Art. Mit seiner großen Auswahl an Flächen- und Zeilenkameras bietet Basler für jede Aufgabe der Kamerainspektion das passende Modell.
Optische Inspektion ist ein übergreifendes Thema in den zahlreichen  Anwendungsfeldern der industriellen Bildverarbeitung. Unabhängig vom Einsatzbereich und seinen individuellen Anforderungen haben alle Machine Vision-Kameras eine gemeinsame Aufgabe: optische Prüfung. Das bedeutet, sie müssen Merkmale finden und identifizieren, welche die Grundlage für Analysen und daraus abgeleitete Schlussfolgerungen für die weitere Verarbeitung bilden.

Komplexe Prüfaufgaben für Vermessung und Fehlersuche

Anhand der identifizierten Merkmale lassen sich mit AOI-Systemen je nach Problemstellung und Bedarf optische Vermessungen vornehmen und Abweichungen von Standards feststellen. In der industriellen Bildverarbeitung handelt es sich dabei immer um eine sogenannte Grauwertabweichung. Der Grauwert ist ein Maß für die Helligkeit eines Bildpunktes, unabhängig von Farben. Je nachdem wie diese Grauwertabweichung konfiguriert ist, lassen sich
  • Objekte sortieren (Lebensmittel, Waren)
  • Fehler finden (Kratzer, Einschlüsse)
  • Größen messen (Pakete, O-Ringe)
  • Oberflächen prüfen (Folien, Glas) oder
  • Leiterplatten inspizieren (auf korrekte Position von Lötstellen)

Individuelle Möglichkeiten – flexibler Einsatz

Automatische optische Inspektion kann je nach Anforderung an verschiedenen Stellen eines Produktionsprozesses erfolgen: in der Produktion oder im Rahmen der Verpackung, mit 100 %-Kontrolle oder auf Basis von Stichproben. Die Verwendung leistungsstarker Kameras mit hohen Bildeinzugsraten ermöglicht die Inspektion ohne Störung der Produktionsabläufe.

Notwendige Komponenten

Der Aufbau optischer Inspektionssysteme ist vielschichtig. Die Machine Vision-Kamera ist dabei lediglich eine von mehreren Komponenten. Ausreichende Beleuchtung – künstlicher oder natürlicher Art - sowie ein Trigger, also ein Signal zum Beispiel in Form einer Lichtschranke oder eines Encoders, das der Kamera sozusagen ihren Einsatz gibt, sind weitere unverzichtbare Hardware-Bestandteile.

Um die erfassten Bilddaten weiterverarbeiten zu können, bedarf es einer Auswertungssoftware. Diese kann entweder direkt in der Kamera integriert sein, oder nachgelagert außerhalb der Kamera erfolgen, indem die Daten über das passende Interface an die verbundene Rechnereinheit übertragen werden.

Die Guten ins Töpfchen…

Hat die Analyse der Aufnahmen ein Merkmal bzw. eine Abweichung von der Norm erkannt, müssen diese fehlerhaften Objekte entsprechend ausgeschleust werden. Die zugrundeliegenden Kameradaten stehen für Dokumentationszwecke zur Verfügung. Die automatische optische Inspektion hat ihre Aufgabe erfüllt.

Haben Sie Fragen zum Thema Kamerainspektion? Wir helfen gerne weiter!
 
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